Die Auswüchse, die der Megaupload-Fall um Kimble offenbart…

… sind sehr bizzar. Bei Golem gibt es einen Artikel, der etwas genauer auf die Details, das Netzwerk und den Geldfluss eingeht.

Hier stellen sich für mich wieder zwei Fragen:

  1. Wie ist es möglich, durch massive, professionelle Urheberrechtsverletzungen so viel Geld zu verdienen?
  2. Warum klagt die Content-Industrie konträr dazu nach wie vor über fehlende Einnahmen und die Zunahme von »Raubkopieren«?

Eines ist ja (nun wieder) klar geworden: Man kann mit digitalen Inhalten Geld verdienen. Es lassen sich Millionen mit der Bereitstellung von Filmen, Musik und Software machen. Dumm nur, dass diese Millionen mal wieder in die falschen Taschen gewandert sind und die eigentlichen Künstler und Rechteinhaber nichts davon abbekommen haben.

Aber warum wird denn dann der nächste Schritt nicht konsequent vollzogen: Angebote bereitstellen, die mit den illegalen Plattformen mithalten können, um diesen die Kundschaft zu nehmen. Die gleiche Diskussion gab es bei kino.to. Auch dort hat sich auf staunenswerte Weise gezeigt, dass sich sehr wohl Geld mit Filmen verdienen lässt — wenn man diese bizarrerweise freier (ohne DRM etc) »anbietet«, als es die offiziellen Anbieter tun. Natürlich sind die Geldflüsse hier (und auch bei Megaupload) verschoben: Die Endnutzer zahlen in den meisten Fällen kein Geld dafür, dass sie ihre Dateien bekommen. Aber dies könnte man meiner Meinung nach durch niedrige Preise wieder gerade biegen.

Wer würde denn noch Inhalte kostenlos illegal »klauen«, wenn er sie auch offiziell, in »ordentlicher« Version (siehe auch Don’t make me steal!) zum kleinen Preis kaufen könnte? Ich wage zu behaupten, dass sich kaum jemand in die dunklen Web-Ecken begibt, wenn es einen Kinofilm offiziell für 3€ zum Download gibt. Ich denke sogar weiterhin, dass sich durch den niedrigen Preis die Stückzahlen so steigern, dass der Umsatz am Schluss auf gleichem, wenn nicht höheren Level als bei den momentanen Preisen bewegt. (Siehe dazu auch »How to to climb in the App Store« von Oliver Reichenstein.)

Ich freue mich über eine Diskussion hierzu.

Hinweis: Dieser Artikel ist ein Crossposting eines Artikels, den ich ursprünglich auf Google+ veröffentlicht habe.

Ein Gedanke zu „Die Auswüchse, die der Megaupload-Fall um Kimble offenbart…

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